AKADEMIE FÜR KULTUR- UND WISSENSCHAFTSWISSENSCHAFT

INSTITUT FÜR STUDIEN DER MUSIKKULTUR DES PORTUGIESISCHEN SPRACHRAUMES

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ein dokumentationsprojekt

SIGISMUND VON NEUKOMM (1778-1858)

- EINE EUROPÄISCHE MUSIKERPERSÖNLICHKEIT -

Prof. Dr. Antonio Alexandre Bispo


Universität Bonn
Seminar – WS 2002/03


Im Anschluss an die Sitzung zu Klassiker kolonisialisierter Welten – S. v. Neukomm und José Maurício Nunes Garcia
Museum Diplomatischer Geschichte. Itamaraty. Außenministerium Brasiliens. Rio de Janeiro 2002
Akademie für Kultur- und Wissenschaftswissenschaft/ISMPS



Sigismund Neukomm war einer der bemerkenswertesten, aber auch verkanntesten Gestalten des 19. Jahrhunderts, ein vielseitiger Gelehrter, hochgebildeter Musiker, Dirigent und Komponist, der als Kulturdiplomat in europäischen und außereuropäischen Missionen diente, dessen Name und Werke lange Zeit in Vergessenheit gerieten und erst allmählich in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt werden. Seine Kompositionen werden noch heute in ihrem musikästhetischen und musikhistorischen Wert und auch in der Musikgeschichte ungenügend beachtet und geschätzt. Die Wiederentdeckung Neukomms ist jedoch von Bedeutung und Aktualität.

In der Gegenwart, die in Europa politisch von Bestreben nach Annäherung und Vereinigung geprägt ist, in der nach Gestalten, Werken und Entwicklungen gesucht wird, die das Bewusstsein der Gemeinsamkeit verstärken, ist es angebracht, an Neukomm zu erinnern. Neukomm bereiste und wirkte nicht nur in Russland, Frankreich, Portugal, Italien, England und anderen Ländern sowie Brasilien, seine Werke wurden auch in den Vereinigten Staaten und in Chile rezipiert. Vor allem unter dem Aspekt der Kulturdiplomatie verdient Neukomm in den Europa-Studien eine besondere Beachtung.

Die Betrachtung der Musik unter dem Aspekt ihrer Rolle in der Geschichte internationaler Beziehungen darf nicht die weltweite, kontinentale Grenzen überschreitende Dimension des Europäischen unberücksichtigt lassen. Es darf nicht vergessen werden, dass z.B. nicht nur überseeische Departements Frankreichs politisch noch zu Europa gehören, sondern auch diejenigen ehemaligen Kolonien und überseeischen Provinzen anderer Länder, die heute unabhängige Nationen sind und ehemals zu Europa gehörten, in Geschichte und Gegenwart tief mit gesamteuropäischen Entwicklungen verbunden sind.

Die Untersuchung dieser globalen Zusammenhänge ist für eine historische Musikwissenschaft, die sich nicht nur auf wenige Nationen Europas beschränkt, sondern auf globale Prozesse schaut, unerlässlich. Damit werden fachliche Grenzen überschritten, die Musikgeschichte und Musikethnologie konventionell trennen. Im Sinne einer auf Kulturprozesse in globalen Zusammenhängen gerichteten Musikforschung erlangen bestimmte Persönlichkeiten von Musikern, Komponisten und Lehrern besondere Bedeutung, die in der Musikgeschichte Europas wenig beachtet bzw. vergessen sind.


Biographisches - ein Salzburger Musiker

Neukomm wurde 1778 in der Mozart-Stadt Salzburg geboren als Sohn des Lehrers David Neukomm und dessen Frau Kordula (geb. Rieder), einer Verwandten der Gattin von Johann Michael Haydn (1737-1806). In seinen Biographischen Skizzen weist Neukomm auf die umfangreichen Kenntnisse seins Vaters hin und hebt hervor, dass dieser „vor allem ein gebildeter Hellenist“ war.

Er wuchs in einer von Musik geprägten Stadt auf, deren Kirchen Zentren anspruchsvoller und glänzender Musikpflege waren. Bereits in frühester Kindheit äußerten sich seine musikalischen Begabungen und Fertigkeiten an der Orgel und beim Spiel verschiedener Instrumente. Seine Ausbildung erhielt er bei Franz Xaver Weissauer, Organist des Domes. Grundlegend für sein Leben als Komponist war seine Studium der Harmonielehre bei Michael Haydn (1737-1806). Bereits mit 16 Jahren wurde er zum Organisten der Universitätskirche berufen. Nebenbei arbeitete als Korrepetitor am Theater. Seine Studien in Philosophie und Mathematik beendete er als 18-Jähriger. Neukomm hat sich nicht nur in den Schulfächern ein umfassendes Wissen erworben, seine Interessen galten auch der Medizin und den Naturwissenschaften, er sprach mehrere Sprachen und sein umfassendes Wissen wurde von seinen Zeitgenossen anerkannt. 1797 betrachtete Michael Haydn seine musiktheoretische Ausbildung als abgeschlossen und empfahl ihn seinem Bruder Franz Joseph Haydn (1732-1809) in Wien, wo er bis 1804 lebte. Bei Haydn, mit dem zusammenarbeitete, sollte er eine Vervollkommnung im „ästhetischen Teil der Kunst“ erhalten. Von Neukomm entstanden u.a. die Klavierauszüge der Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten. Er erstellte für Haydn Bearbeitungen von schottischen Liedern. Als Lehrer für Klavier und Gesang unterrichtete er u.a. Franz Xaver Wolfgang Mozart und Anna Milder-Hauptmann. Neukomm blieb während seines ganzen Lebens der Salzburger Tradition und vor allem seinem Lehrer Haydn treu. Er setzte sich über die Jahrzehnte für die Verbreitung und Pflege der Werke Mozarts und Haydns ein.

Nachdem Neukomm als junger Mann prägende Jahre in Wien verbracht hatte, siedelte er 1804 nach St. Petersburg, der glanzvollen Weltstadt der Kunst und der Wissenschaft der Zeit, über, wo er bis 1808 verblieb und als Kapellmeister wirkte. Dort fand er durch eine Empfehlung Joseph Haydns Zugang zu höfischen Kreisen, machte Bekanntschaft mit Persönlichkeiten des russischen Kulturlebens und bekleidete herausragende Stellungen. Bereits während seines Aufenthaltes in Russland wurde seine Leidenschaft für das Reisen geweckt, die ihn im Laufe seines Lebens von Schottland bis Nordafrika und Südamerika führte. Überall wurde er in Kreisen aufgenommen, deren Kulturverständnis über nationale Grenzen hinausging.

1809 wurde er Hauspianist und Sekretär von Charles-Maurice de Talleyrand Périgord (1754-1838). Der Restaurationsprozess Europas im Kampf gegen die napoleonische Ära wurde von Werken Neukomms begleitet. So wurde beim feierlichen Einzug Ludwig XVIII. in Paris am 3. Mai 1811 ein von ihm komponiertes Te Deum in der Kathedrale von Notre Dame vor der königlichen Familie aufgeführt. Auch beim Wiener Kongress spielte die Musik Neukomms eine bedeutende Rolle. Als Begleiter Talleyrands, des Vertreters Frankreichs, komponierte der Österreicher Neukomm ein großangelegtes Requiem in c-moll zur Feier des Jahrestages des Todes Ludwig XVI. Dieses Werk wurde am 21. Januar 1815 vor den versammelten Fürsten und Staatsmännern aus ganz Europa mit einem 300 Sänger umfassenden Doppelchor aufgeführt. Auch die folgende Lebensphase Neukomms in der Neuen Welt stand unter dem Zeichen des politischen Prozesses in Europa.


Von 1815 bis 1821 kam er in diplomatischer Mission in Begleitung des Herzogs von Luxembourg, der als außerordentlicher Gesandter die Aufgabe hatte, Johann VI. zu seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen, nach Rio de Janeiro. Der Diplomat brachte ein Empfehlungsschreiben Talleyrands für den mit diesem befreundeten Antonio de Araújo Azevedo, Graf von Barca, mit sich, der zuvor portugiesischer Gesandter in Paris gewesen war. Dieses Netz von Beziehungen gleichgesinnter Persönlichkeiten öffnete Neukomm alle Türen des Hofes und er führte als der bislang bedeutendste Komponist in Brasilien trotz anfänglicher Schwierigkeiten dank eines vom König bewilligten Gehaltes ein Leben in guten Verhältnissen. Es bildete sich in Rio de Janeiro ein Kreis von Persönlichkeiten, die bestens mit den neuesten Entwicklungen Europas vertraut waren. Neukomm entfaltete in Brasilien eine musikalische Missionstätigkeit ganz besonderer Art: er sorgte für die Verbreitung der Musik Joseph Haydns und W. A. Mozarts.

Er komponierte die  Messe für die Akklamation von Johannes VI. 1816, unterrichtete den Thronfolger, den späteren ersten Kaiser von Brasilien, Pedro I., der danach König von Portugal wurde, sowie andere Mitglieder der Aristokratie, unter ihnen die Baronesse zu Langsdorff, Ehefrau des russischen Botschafters, die bereits in Russland seine Schülerin gewesen war. Er schrieb die Missa solemnis sub titulo Sti. Leopoldi am 6. November 1817, einen Tag nach der Ankunft von der Erzherzogin Leopoldina aus Wien, der Gattin von Prinz Pedro. Neukomm veröffentlichte in Europa anerkennende Berichte über den brasilianischen Komponisten Pe. José Maurício Nunes Garcia, die die ersten Mitteilungen über brasilianische Komponisten für die internationale Fachwelt waren. Neben kleineren Kompositionen schrieb er die Missa sub titutlo Sti. Ernesti am 22. Februar 1820, in deren Handschrift der Name Schwarzenberg vermerkt ist, und die Missa solemnis sub titulo Sti. Francisci, die dem Kaiser Franz I. auf Wunsch der Erzherzogin Leopoldina gewidmet war. Diese Messe wurde noch 1842 in der Hofkapelle des Kaisers in Wien aufgeführt.

In der folgenden Zeit bereiste er Europa und entfaltete vor allem in England eine einflussreiche Tätigkeit. Seine Musik mit großen Chören und Orchestern erklang bei Feierlichkeiten zur Einweihung von Denkmälern in Europa und in Brasilien, so des Denkmals für Mozart in Salzburg 1842, des Gutenberg-Denkmals 1837 sowie des Reiterdenkmals für Pedro I. 1862 in Rio de Janeiro.


Obwohl Neukomm als Musiker der Restauration Europas in die Geschichte einging, war er in Gesinnung und Wirkweise fortschrittlich. Er war von Idealen der Aufklärung erfüllt und trat für ethische Prinzipien der Humanität, Toleranz, Freiheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit ein. Auch wenn die Kirchenmusik einen wichtigen Teil seines Schaffens ausmachte, war er kein Anhänger reaktionärer kirchenpolitischer Strömungen. Er suchte im freimaurerischen Geist nach Selbstvervollkommnung, nach Selbsterkenntnis und Selbstveredlung als Vorbedingung seines Wirkens, und gerade diese Haltung erklärt die zurückhaltende, gemessene, bescheidene Distinktion seines kompositorischen Stils, die zu der Verkennung seiner Werke beiträgt. Sie erscheinen als spät- oder nachklassisch, klassizistisch, epigonal, ohne innovatives Interesse. Von der Haltung Neukomms, seiner Weltanschauung und seinen politischen Überzeugungen kann man sich durch Hinweise in seinen Briefen, in seinen selbstbiographischen Skizzen, vor allem aber aus seinem Lebenslauf ein Bild machen. Naukomm glaubte an eine ethisch begründete Weltordnung, versuchte, das Gute durch Akte der Wohltätigkeit zu fördern und hing dem Ideal edlen Menschentums an.

Eine Überprüfung von Perspektiven der Betrachtung und neue Ansätze der Forschung sind demnach erforderlich. Nur eine Musikbetrachtung, die kulturwissenschaftlich orientiert ist und sich auf Prozesse in globalen Zusammenhängen ausrichtet, ist in der Lage, die Relevanz Neukomms zu erkennen. Neukomm wirkte maßgeblich bei der Erhaltung des Andenkens an Haydn und Mozart und bei der weltweiten Verbreitung ihrer Werke mit. Es mag strittig bleiben, ob das Werk Neukomms „klassisch“ zu nennen ist; Idealen des Klassischen blieb er treu. Die Auseinandersetzung mit ihm bietet eine herausragende Gelegenheit, über die Klassik und das Klassische in der europäischen Musikgeschichte und deren Rezeption in Europa-Studien und der Kulturdiplomatie zu reflektrieren.


Entwicklung der Studien

Als wichtigste europäische Musikergestalt, die in Brasilien zur Zeit des Vereinigten Königreiches mit Portugal gewirkt hat, erlangt Neukomm für die Musikforschung in Brasilien besondere Bedeutung. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, als Neukomm noch in Musikleben und -forschung in Europa völlig vergessen war, wurde an ihn dort erinnert. Sein Einfluss auf den wichtigsten brasilianischen Komponisten der Zeit – Pe. José Maurício Nunes Garcia – und seine Tätigkeit als Lehrer von Pedro I., der die Unabhängigkeit Brasiliens ausrufen und ersten Kaiser werden sollte, wurden seit den 1960er Jahren in Publikationen, Kursen und Vorträgen berücksichtigt. Eine Rivalität zu Marcos A. Portugal als der wichtigste, international renommierteste portugiesische Komponist der Zeit wurde stets erwähnt und z.T. romanhaft gedeutet. Sie wurde stets als Indiz einer Umorientierungen der vorherrschenden Konstellationen des Musiklebens Europas mit ihren Musikzentren erkannt, die sich durch die Änderung von politischen Machtverhältnissen und die Neuordnung des Kontinents ergaben.

Diese Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf kulturgeschichtliche und politische Entwicklungen kam Bestrebungen in allen Wissensbereichen in den 1960er Jahren entgegen, die sich um Veränderung von Sichtweisen durch eine stärker Orientierung an Prozesse bemühten. Auch die ersten Aufführungen und Tonaufnahmen von Neukomms Werken erfolgten im Rahmen eines großangelegte, kultur- und politikgeschichtlich orientierten Projekts, das nach Einteilungen der politischen Geschichte Brasiliens gegliedert war. Gerade die Einteilung dieser Schallplattenreihe nach Epochen, die grundlegend als Basismaterial für die Musikgeschichte Brasiliens in Konservatorien wurde, trug zur Debatte über das Denken in zeit-räumlich abgegrenzten Bereichen bei, die nicht nur geschichtlich orientierte Sichtweisen, sondern u.a. auch die Volkskunde betraf. Die Studien wurden im Forschungszentrum für Musikwissenschaft der Gesellschaft Nova Difusão durchgeführt. Zu den wichtigsten Mitwirkenden der Studien zählten Cleofe Person de Mattos, Aires de Andrade, Mozart de Araújo, Rossini Tavares de Lima, Luis Heitor Correa de Azevedo und Luis Ellmerich.

Neukomm erlangte in seiner diplomatischen Funktion und als Agent der Verbreitung der Wiener Klassik in Brasilien in theoretischer Hinsicht besondere Bedeutung bei der Diskussion um Kulturdiffusion Ende der 1960er Jahre. Die Diffusion von Werken, Stilen, Ansichten sowie Idealen des Klassischen im allgemeinen erwies sich an seinem Beispiel im Dienst einer Kulturpolitik und als Mittel zur Umorientierung, zur Veränderung von etablierten Ordnungsgefügten. Dieses Interesse für Fragen der Kulturdiffusion bedeutete eine Hinwendung der Aufmerksamkeit auf Prozesse, was zum Leitgedanken des 1968 gegründeten Zentrums für Ermusikwissenschaftliche Forschungen wurde und Studien und Initiativen bestimmte. 

Dieses Bewusstsein für die Bedeutung Neukomms für eine kulturwissenschaftlich reflektierte Musikforschung führte in Europa ab der Mitte der 1970er zu Studien in Bibliotheken und Archiven sowie zu Gesprächen mit Musikern und Musikwissenschaftlern, die sich der Klassik und dem 19. Jahrhundert widmeten. Das wichtigste Ergebnis dieses Studiums war 1975 die Auffindung einer Messe in Wien, die Neukomm in Rio de Janeiro auf Veranlassung der Erzherzogin Leopoldina für ihren Vater Franz, Kaiser von Österreich, komponierte. Sie gab den Hauptanlass dafür, dass der Salzburger Domkapellmeister als Experte für orchesterbegleitete Kirchenmusik am internationalen Symposium „Kirchenmusik und Brasilianischer Kultur“ in São Paulo 1981 mitwirkte. Das Werk wurde auch Mittelpunkt eines Österreich gewidmeten Forums, das in Leichlingen 1985 stattfand.

Ihre Bedeutung wurde in diesem Jahr besonders hervorgehoben, das von den europäischen Institutionen als „Europäisches Jahr der Musik“ deklariert wurde und dadurch Anlass gab zu Erinnerungen an die kulturellen Grundlagen Europas und an Gestalten und Entwicklungen, die die europäischen Länder miteinander verbinden. In Konzerten, Publikationen und Tagungen sollte ins Bewusstsein gerufen werden, dass die Musik eine besondere Beachtung in allen Anliegen verdient, die ein Bewusstsein europäischer Gemeinsamkeit fördern. In diesem Rahmen erfolgte auch die Gründung des Instituts für Studien der Musikkultur des portugiesischen Sprachraumes e.V. Im „Europäischen Jahr der Musik“ soilte nicht nur der Musik von europäischen Ländern – wie Portugal –, die in Musikleben und -forschung wenig beachtet werden, Aufmerksamkeit geschenkt werden, sondern auch – die geographischen Grenzen des Kontinents überschreitend – an die außereuropäischen Regionen gedacht werden, die durch die Expansion Europas und die seit Jahrhunderten bestehenden Wechselbeziehungen eng mit Europa verbunden sind.

An Neukomm wurde beim Triennium wissenschaftlicher Studien gedacht, das dem Internationalen Kongress „Musik und Visionen“ in der Deutschen Welle 1999 folgte. Die Erinnerung an Neukomm erfolgte bei diesen Debatten maßgeblich aus der Perspektive seiner diplomatischen Rolle als Gesandter in den internationalen politischen Beziehungen seiner Zeit. Das Interesse war primär auf die politischen Prozesse in der Kulturgeschichte Brasiliens in ihrer Verwobenheit mit europäischen Entwicklungen gerichtet.





Vorausgegangenes

1992. Österreich/Brasilien in der Musik und Musikerziehung. Akademischer Feierstunde. Österreichisches Konsulat und Musikhochschule der Bundesuniversität Rio de Janeiros. Rio de Janeiro

1992. Vorlesung an der Universität Mozarteum, Salzburg

1989. Studienwoche zur Musik Salzburgs und zum Mozarteum. Salzburg

1985. Klassik aus der Sicht der Südens. Grundlagen europäischer Musikgeschichte. Europäisches Jahr der Musik. Rom

1985. Die Missa S. Francisci von S. Neukomm. Uraufführung. Institut für Studien der Musikkultur des portugiesischen Sprachraumes. Köln

1984. Deutsch-Österreichisches Musikforum und Musikschulwoche. Leichlingen

1984. Studienreise zur Musik des Raumes Bayern-Österreich-Norditalien in globalen Zusammenhängen. Innsbruck u.a.

1983. Studienreise zur Musik des ehemaligen Kaisertums Österreich in globalen Zusammenhängen. Wien u.a.

1983. Wechselseitige Einflüsse zwischen Lateinamerika und Europa. Königliches Musikkonservatorium Brüssel

1981. Studien und Gespräche im Dom zu Salzburg. Salzburg

1981. Rezeptionsgeschichte der Kirchenmusik in Brasilien. Intern. Symposium Kirchenmusik und Brasilianischer Kultur. São Paulo

1979. Neukomm und J.M. Nunes Garcia mit Cleofe Person de Mattos. Köln

1977. Forschungen in Bibliotheken und Musikarchiven Österreichs. Wien

1971. Begegnung mit Mozart de Araújo zu Modinhas von Neukomm. Rio de Janeiro

1970. Modinhas von Neukomm. Zur Aufführungspraxis. Paraphernalia und Zentrum für musikwissenschaftliche Forschungen  ND. São Paulo

1970. Modinhas von Neukomm und Folklore-Forschung. Mit Rossini Tavares de Lima. Museu de Artes e Técnicas Populares. São Paulo








Zum Seminar

Im WS 2002/03 wurde das Seminar Sigismund von Neukomm – eine europäische Musikerpersönlichkeit an der Universität Bonn durchgeführt. Die Veranstaltung eines musikwissenschaftlichen Seminars, das einem Komponisten gewidmet ist, der im Konzertleben und in der Forschung kaum präsent ist, entstand aus dem Anliegen, die Aktualität des europäischen Gedankens auch musikwissenschaftlich nach neuen Ansätzen der Forschung zu thematisieren und zu diskutieren. Bei einem Seminar, das zu Beginn des 21. Jahrhunderts stattfand, schien es angebracht, die europäische Thematik auch in einer kulturwissenschaftlich orientierten Musikforschung zu vergegenwärtigen, die durch ihre Orientierung bemüht ist, eurozentrische Perspektiven zu überwinden und sich globalen Zusammenhängen zu widmen. Die Veranstaltung des Seminars kam einem Desiderat entgegen, das beim Abschluss des Internationalen Kongresses „Musik, Projekte und Perspektiven“ im Museum Diplomatischer Geschichte des Außenministeriums Brasiliens im Itamaraty-Palast in Rio de Janeiro 2002 formuliert wurde. In ihm wurde an die Rolle Neukomms unter dem Aspekt der Kulturdiplomatie in ihren Beziehungen zu Auffassungen von Klassik und Klassizität erinnert.

Beim Seminar sollten die Studierenden die Rolle Neukomms in den kulturpolitischen Prozessen eines Europa, das nach den revolutionären Umwälzungen und den darauf folgenden napoleonischen Kriegen die Restaurierung der Ordnung des Kontinents anstrebte und somit die Geschichte des 19. Jahrhunderts prägte, unter verschiedenen Aspekten beleuchten und diskutieren. Diese Studien sollten von  Analysen ausgewählter Werke Neukomms begleitet werden.

Die Aufmerksamkeit sollte vor allem auf die Bedeutung der Kulturdiplomatie gerichtet werden. Die Gestalt von Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord stand im Mittelpunkt der Betrachtungen. Der Aufenthalt Neukomms am portugiesischen Hof in Rio de Janeiro sollte anhand der vorhandenen Publikationen und unveröffentlichter Studien in Archiven und Bibliotheken im kulturpolitischen Licht der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress betrachtet werden. Dort war er Lehrer von Mitgliedern der portugiesischen königlichen Familie, förderte eine Ausstrahlung der Klassik u.a. durch Aufführung von Werken von Mozart und Haydn, widmete sich aber auch einheimischer Liedkunst. Neukomm erlangt dadurch eine außerordentliche Bedeutung für eine Musikgeschichte in transkontinentalen Zusammenhängen.

Eine aufmerksame Berücksichtigung sollte auch dem Lebenslauf und dem Schaffen Neukomms nach seiner Rückkehr im Licht der kulturpolitischen Entwicklungen in Europa gewidmet werden. Vor allem seine Bedeutung im Musikleben Englands des 19. Jahrhunderts sollte hervorgehoben werden. Der Blick sollte auf seine Rolle in der britischen Musikgeschichte in einer Zeit gerichtet werden, in der Großbritannien zu einer weltbeherrschenden Macht geworden war. Zwei große Zusammenhänge weltweiter Beziehungen sollten somit ausgehend von der Gestalt Neukomms musikgeschichtlich betrachtet werden: die des portugiesischen Kolonialreiches und des britischen Imperiums.

Letztlich sollten aber die Ideale der Klassik sowie die philosophischen Grundlagen des Denkens und des Musikschaffens einer gelehrten Persönlichkeit wie Neukomm im Wandel der Ideen- bzw. Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Damit wurden Brücken geschlagen zu Fragen von Prinzipien, Erziehung, Haltung und Charakter, und somit das Augenmerk auch auf die Bedeutung von Neukomm als Gestalt der Geschichte im humanistischen und ethischen Sinn gerichtet, auch wenn seine Kompositionen musikästhetisch in der Musikgeschichte und im heutigem Musikleben wenig präsent sind.







Berücksichtigte Texte für die theoretische Diskussion

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Basisliteratur zur Erarbeitung von Referaten

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Pellegrini, G. “Sigismund Ritter von Neukomm: Ein vergessener Salzburger Musiker”, in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 76 (1936), 1-67

Rehm, W. (Hg.). Johann Joachim Winckelmann. Kleine Schriften. Vorreden. Entwürfe. 2. Aufl. Berlin/New York: Walter de Gruyter 2002

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Begleitlektüre

Orieux, J. Talleyrand: Die unverstandene Sphinx (1970). Frankfurter Societäts Druckerei 1972

Lankheit, K. Revolution und Restauration: Kunst der Welt, ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen (1965). Baden-Baden: Holle 1980


Berücksichtigte Publikationen

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Tittel, E. Österreichische Kirchenmusik: Werden, Wachsen, Wirken. Wien: Herder 1961

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Besprochene allgemeine Publikationen zum “Klassischen”

Bockholdt, R. (Hg.). Über das Klassische. Frankfurt a. M. 1987

Brandt, W. Das Wort “Klassiker”. Eine lexikologische und lexikographische Untersuchung. Wiesbaden 1976

Burger, H. O. (Hg.). Begriffsbestimmung der Klassik und des Klassischen. Darmstadt 1972

Flashar, H., Gründer, K, Horstmann A. (Hg.). Philologie und Hermeneutik im 19. Jahrhundert. Göttingen 1979

Fontius, M. “'Classique' im 18. Jahrhundert”, in W. Bahner (Hg.), Beiträge zur französischen Aufklärung und zur süanischen Literatur. Festgabe für Werner Kraus zum 70. Geburtstag. Berlin 1971, 97-120

Kuhn, H. ”'Klassisch' als historischer Begriff”, in W. Jaeger (Hg.), Das Problem des Klassischen und die Antike (…). 2. Aufl. Atuttgart, Darmstadt 1961, 128

Scholtz, Gunter. “Die theologischen Probleme des Klassikbegriffs”, Zwischen Wissdnschaftsanspruch und Orientierungsbedürfnis. Zu Grundlage und Wandel der Geisteswissenschaften. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1991, 228-253

Schadewaldt, W. “Begriff und Wesen der antiken Klassik”, in W. Jaeger (Hg.), Das Problem des Klassischen und die Antike. Acht Vorträge gehalten auf der Fachtagung der Klassischen Altertumswissenschaft zu Naumburg 1930, Stuttgart 1933, 2.Aufl. Stuttgar, Darmstadt 1961, 15-32

Storz, G. Klassik unr Romantik. Mannheim, Wien, Zürich 1972

Träger, C. “Über Historizität und Normativität des Klassik-Begriffs”, in Weimarer Beiträge 25/12 (1979), 5-20


Musikanalysen und Referate

11. November: Ave Maria (Gesang, Orgel) und Messe in F (Kyrie, Gloria)

18. November: Grandes Etudes pour orgue und Messe in F (Credo, Sanctus, Agnus Dei)

25. November: Rondo aus der Schöpfung (Klavier) - Serenade Es-Dur ( 3 Flöten) (Adagio, Alegro)

02. Dezember: Fantasie 1813 (Klarinette, Klavier) - Serenade Es-Dur (Minuet, Andante, Marcia)

09. Dezember: Fantasie - (Adagio - Rondo)

16. Dezember: Puer natus est nobis (Chor, Orchester, Orgel)

13. Januar: Quintett op. 8 (Klarinette, 2 Violinen, Viola, Cello)

20. Januar: Quintett op. 8 (Minuet) - Thème russe (Allegro moderato)

27. Januar: Vorbereitung zum Kolloquium


Herausragende Seminararbeit

Cornelia Napp. Zur Klassizität im Werk Sigismund von Neukomm: Versuch einer Stilanalyse des Klarinettenquintetts op. 8









Weltkulturerbe Salzburg. Foto A.A.Bispo
Haus von S. Neukomm in Salzburg. Foto A.A.Bispo
Dom Salzburg. Foto A.A.Bispo
Salzburg. Foto A.A.Bispo
Messe an Fraz II von Neukomm. Forschung A.A.Bispo
Mozart-Denkmal in Salzburg. Foto A.A.Bispo
Foto A.A.Bispo